<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[Work After AI: Report 2026]]></title><description><![CDATA[Der jährliche Work After AI Report. Die Gründungsausgabe 2026, Der große Irrtum vom Jobkiller KI, ist am 16. September erschienen und steht kostenlos zum Download. Hier folgen Auszüge, Aktualisierungen und der Versionsverlauf. ]]></description><link>https://www.workafterai.org/s/work-after-ai-report</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!eNXM!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F03ddee3c-b75c-4233-b946-8d85ffea3a88_1024x1024.png</url><title>Work After AI: Report 2026</title><link>https://www.workafterai.org/s/work-after-ai-report</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Sat, 31 Oct 2026 09:21:53 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://www.workafterai.org/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Gerhard Kürner]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[gerhardkuerner@substack.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[gerhardkuerner@substack.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Gerhard Kürner]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Gerhard Kürner]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[gerhardkuerner@substack.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[gerhardkuerner@substack.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Gerhard Kürner]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Der erste Jahresreport in Europa, den es vollständig für Maschinen gibt]]></title><description><![CDATA[Wir bauen gerade zwei Welten, eine f&#252;r Menschen und eine f&#252;r Maschinen. Was das bedeutet und warum jedes Unternehmen nachziehen wird.]]></description><link>https://www.workafterai.org/p/zwei-welten</link><guid isPermaLink="false">https://www.workafterai.org/p/zwei-welten</guid><dc:creator><![CDATA[Gerhard Kürner]]></dc:creator><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 07:01:14 GMT</pubDate><enclosure url="https://substack-post-media.s3.amazonaws.com/public/images/eab1185b-b186-4bad-86ab-6bd8d7e6a8be_2560x1440.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern liegt &#8222;Work After AI&#8220; vollst&#228;ndig auf meiner Website, und zwar in zwei Fassungen. Die eine ist f&#252;r Menschen geschrieben: der Report als PDF mit 121 Seiten, die Management Summary auf einer Seite und die Webfassung mit allen Kernbefunden und Prognosen. Die andere ist f&#252;r Maschinen gebaut, und es gibt sie seit der Fassung 1.2 vom 24. September. Soweit ich sehe, hat bisher kein anderer Jahresreport in Europa eine solche Fassung. Gepr&#252;ft habe ich rund 50 Institute, Verb&#228;nde, Statistik&#228;mter und Beratungen in Deutschland, &#214;sterreich und der Schweiz und rund 25 Herausgeber im &#252;brigen Europa, darunter die OECD in Paris und Air Street Capital in London mit dem State of AI Report. Einige bieten Teile davon an, etwa eine Kurzbeschreibung f&#252;r Sprachmodelle oder ausgew&#228;hlte Kennzahlen als Datei. Eine vollst&#228;ndige Fassung hat keiner.</p><h2>Die Fassung f&#252;r Maschinen macht jede Zahl nachpr&#252;fbar</h2><p>Sprachmodelle k&#246;nnen jede PDF lesen. Sie behalten dabei jedoch die Zahl und verlieren die Quelle, die Fassung und den Zusammenhang. In der Fassung f&#252;r Maschinen geht nichts davon verloren. Sie enth&#228;lt den vollst&#228;ndigen Text mit einer festen Kennung f&#252;r jedes Kapitel, jeden Kernbefund, jede Prognose und jede der 141 Quellen. Der dritte Kernbefund tr&#228;gt zum Beispiel die Kennung WAAI-2026-K03. Dazu kommen die Kernbefunde, Prognosen und Quellen als Datens&#228;tze, eine Kurzbeschreibung f&#252;r Sprachmodelle und ein Zusatzpaket (Skill), das sich in Claude, ChatGPT oder Copilot laden l&#228;sst. Wenn eine Personalchefin ihren KI-Assistenten fragt, was der Report &#252;ber den Berufseinstieg sagt, erh&#228;lt sie eine Antwort mit Fassung, Kennung und Quelle. Sie kann jede Zahl nachpr&#252;fen, statt ihr glauben zu m&#252;ssen.</p><h2>Das Netz hat seit Juni zwei Leserschaften, die meisten Unternehmen bedienen nur eine</h2><p>Anfang Juni meldete Cloudflare erstmals mehr Anfragen von Bots und KI-Agenten als von Menschen im eigenen Netz. Cloudflare-Chef Matthew Prince hatte diesen &#220;bergang erst f&#252;r Ende 2027 erwartet. Seither hat jede Website, jeder Shop und jedes Kundenportal ein zweites Publikum. Dieses Publikum sieht kein Design, liest keinen Werbetext und f&#252;llt kein Formular aus. Es kommt mit einer Aufgabe und braucht eine Antwort in einer Form, mit der es arbeiten kann. Die meisten Unternehmen haben ihre digitale Welt bisher ausschlie&#223;lich f&#252;r Menschen gebaut, mit Bildern, Texten und Kn&#246;pfen.</p><p>Ich bin &#252;berzeugt, dass wir in den kommenden Jahren zwei Welten nebeneinander bauen werden. In der ersten Welt z&#228;hlen Haltung, Gestaltung und die B&#252;hne, auf der jemand eine These vertritt und sich der Diskussion stellt. In der zweiten Welt z&#228;hlen eine klare Ordnung, eine nachvollziehbare Herkunft und Aussagen, die sich eindeutig zitieren lassen. Die zweite Welt ist keine Kopie der ersten, sondern ein eigenes Werk mit eigenen Regeln. Banken werden ihre Konditionen so ver&#246;ffentlichen, dass Software sie abfragen und vergleichen kann. H&#228;ndler werden ihre Preise und Lagerbest&#228;nde f&#252;r die Einkaufsassistenten der K&#228;ufer lesbar machen, und Zulieferer werden Anfragen direkt von der Einkaufssoftware ihrer Kunden erhalten, ohne dass auf einer der beiden Seiten ein Mensch tippt.</p><h2>Wer die zweite Welt zuerst baut, wird von den Maschinen zitiert</h2><p>Zugegeben, die meisten Leser werden weiterhin die PDF &#246;ffnen, und das ist gut so. F&#252;r einen Report ist die zweite Welt trotzdem keine technische Frage, sondern eine Frage der Urheberschaft. KI-Assistenten greifen bevorzugt auf die Quellen zur&#252;ck, die sie sauber lesen und zuordnen k&#246;nnen, und sie nennen diese Quellen so lange, bis jemand eine bessere liefert. Wer seine Befunde heute mit Kennung, Fassung und Quelle anbietet, wird morgen genannt. Wer weiterhin nur eine PDF anbietet, wird nacherz&#228;hlt, und zwar ohne seinen Namen.</p><p>Deshalb erscheint &#8222;Work After AI&#8220; in beiden Welten. Die Menschen erhalten den Report, die Keynote und die Diskussion. Die Maschinen erhalten dieselben Befunde in der Form, mit der sie arbeiten k&#246;nnen. Beide Fassungen entstehen aus demselben Text und werden bei jeder Aktualisierung gemeinsam fortgeschrieben, damit die Zahl im Assistenten nie &#228;lter ist als die Zahl in der PDF.</p><p>Alles liegt kostenlos auf <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/">gerhardkuerner.com/downloads</a>: der Report auf Deutsch und Englisch, beide Management Summaries, die Fassung f&#252;r Maschinen in beiden Sprachen und ein Gesamtpaket, das alles in einer Datei enth&#228;lt. Wie man die Fassung in einen KI-Assistenten l&#228;dt, steht auf der Seite <a href="https://www.workafterai.org/p/der-report-fur-maschinen">&#8222;Der Report f&#252;r Maschinen&#8220;</a>.</p><p>In wenigen Jahren wird es so selbstverst&#228;ndlich sein, dass ein Report, ein Katalog oder eine Preisliste auch f&#252;r Maschinen erscheint, wie es heute selbstverst&#228;ndlich ist, dass ein Unternehmen eine Website hat. Offen ist nur, wer die zweite Welt baut, solange dort noch Platz ist. Ich habe damit begonnen.</p><p><em>Gerhard K&#252;rner ist Autor von Work After AI, CEO von 506.ai und Mitgr&#252;nder von Choose European.</em></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Reports werden nicht mehr gelesen, sondern abgefragt]]></title><description><![CDATA[Warum Work After AI seit heute auch in der Form erscheint, in der Maschinen lesen]]></description><link>https://www.workafterai.org/p/reports-werden-nicht-mehr-gelesen</link><guid isPermaLink="false">https://www.workafterai.org/p/reports-werden-nicht-mehr-gelesen</guid><dc:creator><![CDATA[Gerhard Kürner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 12:04:52 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!eNXM!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F03ddee3c-b75c-4233-b946-8d85ffea3a88_1024x1024.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Mary Meeker hat ihren &#8222;Internet Trends&#8220;-Report mehr als zwei Jahrzehnte lang als PDF kostenlos zur Verf&#252;gung gestellt, und jede ihrer Folien wanderte in Tausende Pr&#228;sentationen. Wer eine Zahl aus diesem Report zeigte, zeigte das Logo gleich mit. Der Report war eine Datei, und die Datei war die Quelle. Heute wandert dieselbe Art von Zahl in Tausende Chatfenster, und sie kommt dort ohne Logo an, ohne Datum und ohne den Namen dessen, der sie gepr&#252;ft hat. Die Frage, die dieser Beitrag beantwortet, lautet deshalb nicht, ob Reports noch gelesen werden. Sie lautet, was eine Zahl auf dem Weg vom Report in die Antwort verliert, und wer das &#228;ndern kann.</p><h2>Was eine Zahl im Chatfenster verliert</h2><p>Wer einen Assistenten fragt, was k&#252;nstliche Intelligenz mit dem Arbeitsmarkt macht, erh&#228;lt eine Antwort voller Zahlen. Aus welcher Quelle sie stammen, aus welchem Jahr und aus welcher Fassung, sagt die Antwort meistens nicht. Das ist kein Fehler der Modelle, die inzwischen jede PDF lesen, die im Netz liegt. Es ist ein Fehler der Reports, die als PDF erscheinen und darauf warten, dass jemand sie liest. Eine PDF tr&#228;gt ihre Herkunft auf dem Titelblatt und in den Fu&#223;noten. Eine Zahl, die aus ihr herausgel&#246;st wird, tr&#228;gt nichts davon mit.</p><p>Wie schnell das zum Problem wird, zeigt die bekannteste Prognose des vergangenen Jahres. Im Mai 2025 sagte Dario Amodei, der Chef von Anthropic, bis zur H&#228;lfte aller Einstiegsstellen k&#246;nne binnen f&#252;nf Jahren wegfallen. Die Zahl ist seither in unz&#228;hligen Antworten, Vortr&#228;gen und Vorstandsunterlagen aufgetaucht, fast immer ohne Datum, ohne Absender und ohne den Hinweis, dass der Absender ein Anbieter ist, dessen Gesch&#228;ft an der Wirksamkeit der Technologie h&#228;ngt. Die New York Times hat die Prognose im September 2026 neben die amtliche Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent gelegt. Wer die Zahl ohne Datum und Absender weitertr&#228;gt, kann sie nicht mehr pr&#252;fen, und wer sie nicht pr&#252;fen kann, kann ihr nur noch glauben. Genau daf&#252;r f&#252;hrt Work After AI eine Tabelle externer Vergleichsmarken, in der jede fremde Prognose mit Absender, Zieljahr, Eigeninteresse und Stand steht und keine Zeile jemals gel&#246;scht wird.</p><h2>Die Modelle lesen l&#228;ngst, nur nicht so, wie ein Report gelesen werden will</h2><p>Zugegeben, f&#252;r Menschen reicht die PDF. Und zugegeben, die Modelle lesen sie l&#228;ngst. Sie lesen sie jedoch wie einen Zeitungsstapel: Die Zahl bleibt h&#228;ngen, die Quelle f&#228;llt weg, und die Fassung kennt niemand. Bei einem Report, der sich innerhalb eines Jahres fortschreibt, ist das nicht nur unsch&#246;n, sondern falsch. Work After AI ist am 16. September 2026 als Fassung 1.0 erschienen, am 18. September folgte die Fassung 1.1, die den Gender Gap bei generativer KI auf die Eurostat-Statistik 2025 umgestellt und eine neunte Prognose erg&#228;nzt hat, und seit heute gilt die Fassung 1.2 mit sechs weiteren Quellen. Ein Modell, das die Fassung 1.0 gelesen hat, gibt heute eine Zahl wieder, die der Report selbst nicht mehr f&#252;hrt.</p><p>Der Report l&#228;uft deshalb auf drei Ebenen, die unterschiedlich schnell laufen. Die Ausgabe erscheint jedes Jahr im Herbst und benotet die Prognosen des Vorjahres. Innerhalb der Ausgabe folgen Fassungen im Abstand von etwa einem Quartal, jede mit Datum, Versionsnummer und einer eigenen dauerhaften Kennung, dem DOI, damit jedes Zitat auf einem festen Stand steht. Zwischen den Fassungen erscheinen hier Analysen, die jeweils sagen, welchen Kernbefund sie best&#228;tigen oder verschieben. F&#252;r Menschen ist das ein Fahrplan. F&#252;r Maschinen ist es die Voraussetzung, eine Zahl &#252;berhaupt richtig zuzuordnen.</p><h2>Was mit der Fassung 1.2 dazukommt</h2><p>Seit heute, mit der Fassung 1.2, erscheint der Report zus&#228;tzlich in der Form, in der Maschinen lesen. Der volle Text wird als Textdatei bereitgestellt, mit einer festen Kennung je Kapitel, Kernbefund, Prognose, Vergleichsmarke und Quelle. Die zehn Kernbefunde, die neun Prognosen, die Vergleichsmarken und alle gepr&#252;ften Quellen, in der Fassung 1.2 sind es 141, kommen als Datendateien, und jeder Eintrag enth&#228;lt Fassung, Quellennummer und eine Zitatvorlage. Dazu kommt ein Skill-Paket, das in Claude, ChatGPT oder Copilot geladen wird und dem Assistenten mitgibt, wie der Report denkt: die drei Kr&#228;fte, die er unterscheidet, die Regel, dass die Exposition eines Berufs nie mit seiner Ersetzung gleichgesetzt wird, die Regel, dass Zahlen von Anbietern und Beratungen als Selbstauskunft gelten und nicht als Messung, und die Pflicht, jede Zahl mit Fassung, Kennung und Quelle zu nennen.</p><p>Der Unterschied zur PDF ist nicht der Inhalt, sondern die Adresse. Eine Aussage, die WAAI-2026-K03 hei&#223;t, l&#228;sst sich in jeder Fassung wiederfinden, vergleichen und pr&#252;fen. Eine Aussage, die auf Seite 23 einer PDF steht, l&#228;sst sich nur nacherz&#228;hlen.</p><h2>Dateien statt Dienste</h2><p>Man h&#228;tte daraus einen Dienst bauen k&#246;nnen, eine Schnittstelle, an die sich Agenten anschlie&#223;en, mit Konto, Zugangsschl&#252;ssel und Nutzungsstatistik. Ich habe mich dagegen entschieden, und zwar aus drei Gr&#252;nden. Ein Dienst muss betrieben werden, und ein Report, der einmal im Jahr erscheint und dreimal im Jahr fortgeschrieben wird, braucht keinen Betrieb. Ein Dienst bindet an den, der ihn betreibt, w&#228;hrend Dateien unter einem DOI jedem Modell offenstehen, heute und in f&#252;nf Jahren. Und ein Dienst verlangt Vertrauen in den Anbieter, w&#228;hrend Dateien mit Pr&#252;fsummen nur Vertrauen in die Datei verlangen.</p><p>Deshalb gibt es keinen Dienst, keine Schnittstelle und kein Konto. Es gibt Dateien mit einer dauerhaften Kennung, die jedes Modell lesen kann, und eine Lizenz, die eine Namensnennung verlangt. Der Report bleibt kostenlos. Ich verdiene nicht am Report, sondern an dem, was ich aus ihm ableite, in Vortr&#228;gen und in der Arbeit mit Unternehmen. Wer den Datenbestand oder das Skill-Paket gewerblich in ein Produkt einbaut, vereinbart das vorher mit mir. Wer ihn liest, zitiert oder in seinen Assistenten l&#228;dt, tut das frei.</p><p>Die Dateien liegen seit heute neben der PDF unter dem DOI des Reports <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22934893">auf Zenodo</a>. Was es gibt, wo es liegt und wie man es in Claude, ChatGPT oder Copilot l&#228;dt, steht auf der Seite <a href="https://www.workafterai.org/p/der-report-fur-maschinen">&#8222;Der Report f&#252;r Maschinen&#8220;</a> auf workafterai.org.</p><h2>Was das f&#252;r alle anderen Reports hei&#223;t</h2><p>Der unbequeme Teil dieser &#220;berlegung betrifft nicht meinen Report, sondern die Branche, die Reports herstellt. Die meisten Jahresstudien von Beratungen, Verb&#228;nden und Anbietern sind f&#252;r die Pressemitteilung gebaut, nicht f&#252;r das Zitat. Sie haben eine Kopfzahl, eine Grafik und ein Datum auf dem Titelblatt, und sie haben keine Adresse f&#252;r die einzelne Aussage. In einer Welt, in der die Zahl ohne den Report weiterwandert, ist das ein Gesch&#228;ftsmodell, das seinen Absender verliert. Die Zahl setzt sich durch, der Name nicht, und die Selbstauskunft eines Anbieters steht in der Antwort gleichberechtigt neben der amtlichen Statistik, weil beide ohne Herkunft ankommen.</p><p>Ein Report, der 2026 nicht f&#252;r Maschinen erstellt wurde, wird 2027 nicht verschwinden. Er wird nacherz&#228;hlt, und zwar ohne seinen Namen. Wer seine Zahlen behalten will, muss ihnen eine Adresse geben, bevor sie sich auf den Weg machen. Das ist keine technische Entscheidung, sondern eine &#252;ber die eigene Urheberschaft, und sie l&#228;sst sich mit einer Textdatei und ein paar Datendateien treffen. Wer abwartet, wird feststellen, dass seine Zahlen l&#228;ngst &#252;berall waren, und dass niemand mehr wei&#223;, dass es seine sind.</p><p><em>Gerhard K&#252;rner ist Autor von Work After AI, CEO von 506.ai und Co-Founder von Choose European.</em></p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Report für Maschinen]]></title><description><![CDATA[Work After AI als Datengrundlage f&#252;r Agenten: Textfassung mit Kennungen, Datendateien, Skill-Paket]]></description><link>https://www.workafterai.org/p/der-report-fur-maschinen</link><guid isPermaLink="false">https://www.workafterai.org/p/der-report-fur-maschinen</guid><dc:creator><![CDATA[Gerhard Kürner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 11:54:05 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!eNXM!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F03ddee3c-b75c-4233-b946-8d85ffea3a88_1024x1024.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Work After AI ist f&#252;r Menschen geschrieben und f&#252;r Maschinen gebaut. Seit der Fassung 1.2 erscheint jede Fassung des Reports zus&#228;tzlich in der Form, in der Sprachmodelle und Agenten sie lesen. Diese Seite sagt, was es gibt, wo es liegt und wie man es l&#228;dt.</p><p><strong>Was es gibt.</strong> report.md ist der vollst&#228;ndige Text als reine Textdatei (Markdown), mit einem festen Anker je Kapitel, Kernbefund, Prognose, Vergleichsmarke und Quelle. Die Datendateien kernbefunde.json, prognosen.json, vergleichsmarken.json, quellen.json und kapitel.json enthalten dieselben Inhalte f&#252;r Programme, je Eintrag mit Kennung, Fassung, Quellennummern und Zitatvorlage. index.json nennt Fassung, Datum, DOI, Lizenz, Zitierempfehlung und Pr&#252;fsummen. Das Skill-Paket work-after-ai enth&#228;lt das Denkger&#252;st des Reports, seine Begriffsregeln, die Zitierregel und die Daten als Beilage, f&#252;r Assistenten, die Skills laden.</p><p><strong>Kennungen.</strong> Jede Aussage hat eine feste Kennung: WAAI-2026-K03 ist der dritte Kernbefund, WAAI-2026-P04 die vierte Prognose, WAAI-2026-Q017 die Quelle 17. Die Kennungen bleiben &#252;ber alle Fassungen einer Ausgabe gleich. Was sich inhaltlich ge&#228;ndert hat, steht im Versionsverlauf am Ende des Reports.</p><p><strong>Wo es liegt.</strong> Auf Zenodo unter dem Werk-DOI <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22862384">10.5281/zenodo.22862384</a>, der immer auf die neueste Fassung zeigt, liegen die Dateien neben der PDF; die Fassung 1.2 vom 24. September 2026 tr&#228;gt den eigenen DOI <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22934893">10.5281/zenodo.22934893</a>. Dieselben Dateien liegen <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/maschinenfassung/">auf gerhardkuerner.com</a>, das Skill-Paket <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/maschinenfassung/work-after-ai-skill_2026_1.2.zip">als Zip</a>. Die englische Ausgabe hat eine eigene Maschinenfassung mit denselben Kennungen; ihre Dateien der Fassung 1.2 liegen <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/machine-edition/">ebenfalls auf gerhardkuerner.com</a>, das Skill-Paket als <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/machine-edition/work-after-ai-en-skill_2026_1.2.zip">Zip</a>, und ab der Fassung 1.3 auch auf Zenodo neben der englischen PDF unter dem Werk-DOI <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22868155">10.5281/zenodo.22868155</a>. Wer alles in einer Datei m&#246;chte, l&#228;dt das <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_Gesamtpaket.zip">Gesamtpaket</a> mit beiden Reports, beiden Management Summaries und beiden Maschinenfassungen.</p><p><strong>Wie man es l&#228;dt.</strong> In Claude: das Skill-Zip herunterladen und als Skill hinzuf&#252;gen, oder report.md und die Datendateien in ein Projekt legen. In ChatGPT: die Dateien in ein Projekt hochladen oder als Wissen in einen eigenen GPT; report.md reicht f&#252;r Fragen, die Datendateien braucht, wer Zahlen mit Quellennummer will. In Microsoft Copilot: die Dateien ablegen und im Gespr&#228;ch als Quelle anh&#228;ngen, in Copilot Studio als Wissensquelle eines Agenten. F&#252;r eigene Agenten ist index.json der Einstieg und llms.txt die Kurzbeschreibung; jede Antwort soll Fassung, Kennung und DOI mitgeben.</p><p><strong>Zitieren.</strong> Empfohlene Form: K&#252;rner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der gro&#223;e Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2. Wels: Kuerner Group GmbH. DOI <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22862384">10.5281/zenodo.22862384</a>. F&#252;r eine einzelne Aussage zus&#228;tzlich die Kennung nach der Fassung, etwa Fassung 1.2, Kernbefund 3 (WAAI-2026-K03). Jede Fassung hat zus&#228;tzlich einen eigenen DOI, mit dem sich ein bestimmter Stand eindeutig belegen l&#228;sst.</p><p><strong>Was erlaubt ist.</strong> Der Text darf mit Namensnennung weiterverbreitet, zitiert und bearbeitet werden. Der Datenbestand und das Skill-Paket sind frei f&#252;r Nutzung, Zitat und Weitergabe mit Namensnennung; wer sie gewerblich in Produkte, Dienste oder Plattformen einbaut, vereinbart das vorher mit dem Herausgeber. Die genauen Bedingungen stehen in LICENSE.md neben den Dateien.</p><p><strong>Fehler und R&#252;ckfragen.</strong> An gerhard@kuerner.at. Berichtigungen erscheinen mit der n&#228;chsten Fassung und werden im Versionsverlauf ausgewiesen.</p><p><strong>Warum.</strong> Gro&#223;e Reports werden von Menschen immer seltener gelesen und von Maschinen immer &#246;fter. Wenn ein Assistent eine Zahl aus diesem Report nennt, soll er sagen k&#246;nnen, aus welcher Fassung sie stammt, aus welcher Quelle und mit welcher Kennung. Das ist der Unterschied zwischen einem Report, der zitiert wird, und einem, dessen Zahlen ohne Herkunft weiterwandern.</p><p><em>An English summary is included in README.md next to the files. The English edition has a machine edition of its own with the same structure and IDs; its files for version 1.2 are <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/machine-edition/">on gerhardkuerner.com</a> (skill package as a <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/machine-edition/work-after-ai-en-skill_2026_1.2.zip">zip</a>), and from version 1.3 on they sit on Zenodo next to the English PDF.</em> Everything in one file: the <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_Gesamtpaket.zip">complete package</a>, with both reports, both management summaries and both machine editions.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Work After AI 2026: Der große Irrtum vom Jobkiller KI (Report als PDF)]]></title><description><![CDATA[Die j&#228;hrliche Standortbestimmung zur Transformation der Arbeitswelt durch k&#252;nstliche Intelligenz, Fassung 1.2, mit allen Kernbefunden und Prognosen]]></description><link>https://www.workafterai.org/p/report-2026-als-pdf</link><guid isPermaLink="false">https://www.workafterai.org/p/report-2026-als-pdf</guid><dc:creator><![CDATA[Gerhard Kürner]]></dc:creator><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 15:36:32 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!eNXM!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F03ddee3c-b75c-4233-b946-8d85ffea3a88_1024x1024.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_DE.pdf">Download PDF</a>: Work After AI 2026, Der gro&#223;e Irrtum vom Jobkiller KI (Fassung 1.2 vom 24. September 2026, 121 Seiten, 141 Quellen; Erstver&#246;ffentlichung 1.0 am 16. September 2026, Fassung 1.1 am 18. September 2026). Dazu die <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_DE_Management-Summary.pdf">Management Summary</a> als PDF, die drei Kennzahlen, die zehn Kernbefunde und die neun Prognosen auf einer Seite.</p><p>Englische Ausgabe, <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_EN.pdf">Download PDF</a>: Work After AI 2026, The Great Misconception About the AI Job Killer (Fassung 1.2 vom 24. September 2026, 113 Seiten, 141 Quellen). Dazu die einseitige <a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_EN_Management-Summary.pdf">Management Summary auf Englisch</a> als PDF.</p><p>F&#252;r Sprachmodelle und Agenten: Seit der Fassung 1.2 erscheint der Report zus&#228;tzlich als Maschinenfassung, also als Textdatei mit einer festen Kennung je Kapitel, Kernbefund, Prognose, Vergleichsmarke und Quelle, als Datendateien und als Skill-Paket f&#252;r Claude, ChatGPT oder Copilot. Was es gibt und wie man es l&#228;dt, steht auf der Seite <a href="https://www.workafterai.org/p/der-report-fur-maschinen">Der Report f&#252;r Maschinen</a>; die Dateien liegen <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22934893">auf Zenodo</a> neben der PDF.</p><p>Der Report ist die j&#228;hrliche Standortbestimmung zur Transformation der Arbeitswelt durch k&#252;nstliche Intelligenz. Er st&#252;tzt sich auf 141 gepr&#252;fte Quellen aus amtlicher Statistik, begutachteter Forschung, Nutzungsdaten der Modellanbieter und Unternehmensbefragungen. Die Fassung 1.3 folgt Anfang November, die Abschlussfassung 1.4 zum 31. Dezember 2026. Sie erscheinen ebenfalls hier in dieser Rubrik, jede &#196;nderung steht mit Datum im Versionsverlauf am Ende des Reports.</p><p>Der Launch-Artikel mit den Kernbefunden: <a href="https://www.workafterai.org/p/der-jobkiller-ki-ist-eine-story-der">Der Jobkiller KI ist eine Story der Kapitalm&#228;rkte, nicht der Betriebe</a></p><p>Der englische Launch-Artikel: <a href="https://www.workafterai.org/p/the-ai-job-killer-is-a-story-told-by-capital-markets">The AI job killer is a story told by capital markets, not by companies</a></p><h2>Die zehn Kernbefunde</h2><ol><li><p>Der Jobkiller ist eine Story der Kapitalm&#228;rkte.</p></li><li><p>Die Erwartung &#252;berholt die Messung.</p></li><li><p>Die Karrierel&#252;cke entsteht beim Einstellen, nicht beim K&#252;ndigen.</p></li><li><p>Der Berufseinstieg verschiebt sich von der Ausf&#252;hrung auf die Aufsicht.</p></li><li><p>Frauen tragen das h&#246;here Risiko und haben den geringeren Zugang.</p></li><li><p>Was der Einzelne gewinnt, kommt in der Organisation nicht an.</p></li><li><p>Delegieren ist eine F&#252;hrungsentscheidung, und wer nicht mehr pr&#252;ft, verlernt.</p></li><li><p>Die Organisation der Zukunft gliedert ihre Arbeit nach Themen statt nach Funktionen, und sie wird dabei kleiner.</p></li><li><p>Das Marketing ist die erste Funktion, an der sich der Umbau zeigt, von innen wie von au&#223;en.</p></li><li><p>In Europa dreht der demografische Druck die Ausgangsfrage um, und &#252;ber die Zukunft der Arbeit entscheidet die F&#228;higkeit des Unternehmens, mit der Technologie zu arbeiten.</p></li></ol><h2>Die neun Prognosen f&#252;r 2027</h2><ol><li><p>Das KI-Argument bleibt 2027 in den Vereinigten Staaten ein K&#252;ndigungsgrund der ersten Reihe, w&#228;hrend die amtlich gemessene Wirkung klein bleibt.</p></li><li><p>Mindestens drei namhafte Unternehmen revidieren bis zum Herbst 2027 &#246;ffentlich einen mit k&#252;nstlicher Intelligenz begr&#252;ndeten Einstellungsstopp am Berufseinstieg.</p></li><li><p>Der amerikanische Einstiegseinbruch zeigt sich auch 2027 in den amtlichen Reihen Deutschlands und &#214;sterreichs nicht, und die Verz&#246;gerung h&#228;lt an.</p></li><li><p>Die Pilot-Produktiv-L&#252;cke schlie&#223;t sich 2027 nicht.</p></li><li><p>Mindestens f&#252;nf namhafte Unternehmen im deutschsprachigen Raum k&#252;ndigen bis zum Herbst 2027 eine Reorganisation an, die Einheiten nach Themen und Ergebnissen statt nach Funktionen gliedert.</p></li><li><p>Mindestens ein &#246;ffentlich sichtbarer Gro&#223;versuch, die Hierarchien abzuflachen und die Organisation auf KI-Akteure auszurichten, wird bis zum Herbst 2027 teilweise zur&#252;ckgenommen.</p></li><li><p>Die Schere zwischen Produktivit&#228;t und L&#246;hnen &#246;ffnet sich in den ersten Jahren der Technologie weiter.</p></li><li><p>Das KI-Argument kommt 2027 im deutschsprachigen Raum nicht an. Kein Unternehmen in Deutschland, &#214;sterreich oder der Schweiz mit mehr als 10.000 Besch&#228;ftigten begr&#252;ndet bis Ende 2027 einen Abbau von mehr als 1.000 Stellen in erster Linie mit k&#252;nstlicher Intelligenz.</p></li><li><p>Der berufliche Gender Gap bei generativer KI schlie&#223;t sich 2026 nicht.</p></li></ol><p>Die Kernbefunde mit ihren Zahlen, die Methodik, die Begriffe des Reports und die Offenlegung der Interessenlage stehen auch als Webseite: <a href="https://www.gerhardkuerner.com/report-2026.html">gerhardkuerner.com/report-2026.html</a></p><p>Beide Sprachfassungen sind auf Zenodo archiviert und dauerhaft zitierbar. Die beiden Adressen verweisen stets auf die jeweils aktuelle Fassung: deutsche Ausgabe <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22862384">https://doi.org/10.5281/zenodo.22862384</a>, englische Ausgabe <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22868155">https://doi.org/10.5281/zenodo.22868155</a>. Der Autor ist unter der ORCID <a href="https://orcid.org/0009-0003-0611-0526">0009-0003-0611-0526</a> verzeichnet.</p><p>Zitierempfehlung: K&#252;rner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der gro&#223;e Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2. Wels: Kuerner Group GmbH. DOI <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22862384">10.5281/zenodo.22862384</a>. Die Fassung 1.2 vom 24. September 2026 tr&#228;gt den eigenen DOI <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.22934893">10.5281/zenodo.22934893</a>.</p>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Jobkiller KI ist eine Story der Kapitalmärkte, nicht der Betriebe]]></title><description><![CDATA[Der Abbau ist echt, die Begr&#252;ndung geborgt. In den Betrieben findet man den Jobkiller nicht.]]></description><link>https://www.workafterai.org/p/der-jobkiller-ki-ist-eine-story-der</link><guid isPermaLink="false">https://www.workafterai.org/p/der-jobkiller-ki-ist-eine-story-der</guid><dc:creator><![CDATA[Gerhard Kürner]]></dc:creator><pubDate>Wed, 16 Sep 2026 04:00:58 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!eNXM!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F03ddee3c-b75c-4233-b946-8d85ffea3a88_1024x1024.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_DE.pdf">Download PDF</a>: der vollst&#228;ndige Report 2026, kostenlos.</p><p><em>A note to readers who have followed Work After AI in English so far: from today this section publishes in German, the language of the region the report is written for. Substack offers a translation of every post in the web and app reader, and the English edition of the report is available under <a href="https://www.workafterai.org/p/work-after-ai-report-2026-en">Machines at Work</a>, which stays in English.</em></p><p>Im Juni 2026 war k&#252;nstliche Intelligenz in den Vereinigten Staaten den vierten Monat in Folge der meistgenannte Grund f&#252;r Stellenstreichungen. 101.743 Stellen sind seit Jahresbeginn mit dieser Begr&#252;ndung gestrichen worden. Wenige Monate zuvor hatte das amerikanische Census Bureau die Unternehmen, die die Technologie tats&#228;chlich einsetzen, gefragt, was die Technologie mit ihrer Belegschaft gemacht hat. Rund 5 Prozent meldeten &#252;berhaupt eine Wirkung auf die Zahl der Besch&#228;ftigten, und diese 5 Prozent verteilen sich fast gleichm&#228;&#223;ig auf beide Richtungen, 2,0 Prozent mit weniger Leuten, 2,3 Prozent mit mehr. 16 Prozent haben Software oder Ausr&#252;stung ersetzt.</p><p>Beide Zahlen sind richtig, und sie beschreiben zwei verschiedene Dinge. Die eine sagt, was Unternehmen sagen, wenn sie Stellen streichen. Die andere zeigt, was in den Unternehmen geschieht, die mit der Technologie arbeiten. Der Abstand zwischen beiden ist das Thema des Reports, den ich heute ver&#246;ffentliche, der ersten Ausgabe von Work After AI, und er ist der Grund, warum der Titel eine Behauptung ist und keine Frage: der gro&#223;e Irrtum vom Jobkiller KI.</p><p>In den Gespr&#228;chen mit Eigent&#252;mern, Aufsichtsr&#228;ten und Gesch&#228;ftsf&#252;hrungen, die ich seit Jahren in Deutschland, &#214;sterreich, der Schweiz und dem &#252;brigen Europa f&#252;hre, habe ich den Jobkiller nicht gefunden. Gefunden habe ich, &#252;berall und in derselben Form, eine Technologie, die breit erprobt wird und selten produktiv im Einsatz ist, einen Berufseinstieg, der sich ver&#228;ndert, ohne dass jemand die Ursache sicher nennen k&#246;nnte, und Organisationen, die noch nicht wissen, wie man mit einem Kollegen arbeitet, der kein Mensch ist. Die Schlagzeile schwei&#223;t diese drei Dinge zu einer Story zusammen. Sie haben verschiedene Ursachen, und sie laufen in verschiedenem Tempo.</p><h2>Das KI-Argument dient der Bilanz</h2><p>Die erste Kraft ist die lauteste, und sie hat mit der Technologie am wenigsten zu tun. Seit 2023 werden Stellenstreichungen gro&#223;er Unternehmen immer &#246;fter mit k&#252;nstlicher Intelligenz begr&#252;ndet, und das Muster ist regelm&#228;&#223;ig genug, um es lesen zu k&#246;nnen. Die britische Neobank Starling Bank k&#252;ndigte im Juli 2026 den Abbau von rund 130 Stellen an und stellte ihn als Vereinfachung der Struktur im Zuge des KI-Ausbaus dar. Ihr Umsatz war um 5,6 Prozent gesunken, der Vorsteuergewinn um rund 3 Prozent, und als Hauptursache nannte die Bank selbst nicht ihre Technologie, sondern den gesunkenen Leitzins der Bank of England. Die Sprachregelung, wonach Strukturen vereinfacht und Doppelungen abgebaut werden, ist die klassische Restrukturierungsformel, die es lange vor der generativen KI gab, und sie sagt an keiner Stelle, welche der gestrichenen T&#228;tigkeiten eine Maschine tats&#228;chlich &#252;bernommen hat.</p><p>Der Mechanismus ist nicht geheimnisvoll. Ein gro&#223;er Teil dessen, was heute als technologische Modernisierung auftritt, ist die versp&#228;tete Korrektur einer &#220;berbesetzung aus den Jahren des billigen Geldes. Marc Andreessen h&#228;lt praktisch jedes gro&#223;e Unternehmen f&#252;r &#252;berbesetzt, viele um ein Viertel, die meisten um die H&#228;lfte, und selbst Sam Altman, dessen Gesch&#228;ft auf der Verbreitung der Technologie beruht, r&#228;umt ein, dass Firmen Entlassungen der k&#252;nstlichen Intelligenz zuschreiben, die sie ohnehin vorgenommen h&#228;tten. Das KI-Argument ist die bessere Begr&#252;ndung f&#252;r einen Abbau, der so oder so k&#228;me, denn eine K&#252;rzung, die als Modernisierung auftritt, wird vom Kapitalmarkt belohnt, ein schlichter Sparkurs nicht. Rund drei Viertel der Kursgewinne im breiten amerikanischen Aktienindex stammen seit Ende 2022 aus dem Umfeld der k&#252;nstlichen Intelligenz. Personalkosten sind der gr&#246;&#223;te frei steuerbare Kostenblock, also finanziert der Abbau die KI-Investition, und die KI-Investition liefert die Story, die den Abbau rechtfertigt. Das ist der ganze Kreislauf, und die Zahlen des Census Bureau zeigen, wie er von innen aussieht: Software wird gut dreimal so h&#228;ufig ersetzt wie Menschen.</p><p>Das betrifft jeden, der ein Unternehmen besitzt oder bewertet, denn der Markt liest eine schlankere Belegschaft derzeit als Beleg f&#252;r ein st&#228;rkeres Gesch&#228;ft, und manchmal ist sie das auch. Meistens ist es eine Bilanz, die unter einer technologischen &#220;berschrift aufger&#228;umt wurde, und beides sieht etwa vier Quartale lang gleich aus.</p><h2>Die Karrierel&#252;cke ist real, und sie entsteht beim Einstellen</h2><p>Die zweite Kraft ist die einzige, die sich tats&#228;chlich messen l&#228;sst, und gemessen wird sie am Berufseinstieg. Die Lohndaten des Stanford Digital Economy Lab zeigen in der Fassung vom August 2026, dass die Besch&#228;ftigung der 22- bis 25-J&#228;hrigen in den am st&#228;rksten betroffenen Berufen 19 Prozent unter dem Stand der Altersgenossen in weniger betroffenen Berufen liegt. In den betroffenen Berufen ist die Besch&#228;ftigung dieser Altersgruppe seit Ende 2022 um 11 Prozent gesunken, in den weniger betroffenen um 10 Prozent gestiegen, und die 35- bis 49-J&#228;hrigen in denselben betroffenen Berufen haben ebenfalls 10 Prozent zugelegt. Der gesamte Abstand entsteht beim Einstellen. In diesen Daten wird niemand entlassen. Es wird jemand nicht eingestellt.</p><p>Ob die Maschine, die Zinsen oder das Homeoffice die Ursache ist, ist in der Forschung offen, und der Report sagt das auch. Nicht offen ist, wo die Entscheidung f&#228;llt. Die L&#252;cke entsteht im Einstellungsplan, in Unternehmen, die die Juniorstelle als die erste Zeile behandeln, die sich streichen l&#228;sst, sobald ein Werkzeug die Routinearbeit &#252;bernimmt. Zwei gro&#223;e H&#228;user sind 2026 bereits den umgekehrten Weg gegangen. Der IT-Dienstleister Cognizant hat im vergangenen Jahr knapp 20.000 Hochschulabsolventen aufgenommen und plant f&#252;r dieses Jahr bis zu 25.000, weil, in den Worten seiner Personalchefin, die J&#252;ngsten eine Vertrautheit mit den Werkzeugen mitbringen, die den erfahrenen Ebenen oft fehlt, und EY ersetzt sein achtw&#246;chiges Praktikum von 2028 an durch eine bezahlte Lernphase von bis zu einem Jahr. Die ausged&#252;nnte Juniorbasis und der steigende Preis erfahrener Leute holen alle anderen sp&#228;ter ein.</p><p>In Europa ist der Einbruch bisher nur in der Schweiz messbar, was Schutz oder Verz&#246;gerung bedeuten kann. F&#252;r den deutschsprachigen Raum kehrt sich die Frage damit um. Allein in Deutschland erreichen bis 2040 rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter, 30 Prozent der Erwerbsbev&#246;lkerung. &#214;sterreich fehlen bis 2035 rund 246.000 Arbeitskr&#228;fte. Eine Region in dieser Lage hat kein Jobkiller-Problem. Sie hat ein Problem mit Unternehmen, die aufh&#246;ren, die Leute einzustellen, die 2032 ihre Erfahrenen sein sollen, und sie hat dieses Problem, w&#228;hrend in &#214;sterreich nur 0,8 Prozent der Stellenausschreibungen &#252;berhaupt KI-F&#228;higkeiten verlangen, der drittletzte Platz unter 22 gemessenen L&#228;ndern.</p><h2>Was der Einzelne gewinnt, kommt in der Organisation nicht an</h2><p>Die dritte Kraft ist die folgenreichste, und sie ist unsichtbar, weil sie sich nicht in eine Pressemitteilung pressen l&#228;sst. Die weltweite Unternehmensbefragung von McKinsey hat in diesem Jahr ergeben, dass 80 Prozent der Befragten von eigenen Produktivit&#228;tsgewinnen durch die Technologie berichten. 37 Prozent sehen &#252;berhaupt irgendeinen Wert im Betriebsergebnis ihres Unternehmens, unver&#228;ndert gegen&#252;ber dem Vorjahr. Nur rund 6 Prozent haben einen messbaren Ergebnisbeitrag von mindestens 5 Prozent, und diese 6 Prozent stecken in den 37. Ein Jahr breiterer Einf&#252;hrung, in dem inzwischen 44 Prozent der Unternehmen die Technologie unternehmensweit in die Fl&#228;che bringen, hat den Abstand zwischen Pilot und Produktivbetrieb nicht verkleinert.</p><p>Die kleine Gruppe, die dort ankommt, unterscheidet sich in einem Punkt von allen anderen. Knapp drei Viertel von ihnen haben ihre Arbeitsabl&#228;ufe wegen der Technologie von Grund auf neu gebaut, gegen&#252;ber einem Viertel aller &#252;brigen Befragten. Effizienz verfolgen sie nicht &#246;fter als der Rest. Der Unterschied ist, dass sie zus&#228;tzlich auf Wachstum und Innovation zielen. Die Technologie ist f&#252;r alle dieselbe. Die Organisation um sie herum ist es nicht.</p><p>Eine Befragung eines Softwareanbieters, und man sollte sie als solche lesen, liefert den Teil, den die Aufsichtsr&#228;te noch nicht auf dem Radar haben. Unter den Entscheidern, deren Organisationen am Anfang stehen und die die Technologie als pers&#246;nlichen Denkpartner nutzen, r&#228;umen 48 Prozent ein, dass ihr Unternehmen schneller investiert, als die Belegschaft lernen kann. Unter denen, die am weitesten sind und die Maschine selbst&#228;ndig in ihren Abl&#228;ufen arbeiten lassen, sind es 68 Prozent. Die Lernl&#252;cke schlie&#223;t sich nicht mit wachsender Reife, sie &#246;ffnet sich weiter. Der Engpass war nie das Modell. Es ist das Tempo, in dem eine Organisation das Wissen aufbaut, um die Technologie zu nutzen, und dieses Tempo bestimmen Menschen, die eingestellt, ausgebildet und mit Befugnissen ausgestattet wurden, nicht die n&#228;chste Modellversion.</p><h2>Die Uhr, die z&#228;hlt, l&#228;uft in Jahren</h2><p>Legt man die drei Kr&#228;fte auf eine Zeitachse, l&#246;st sich die Verwirrung auf. Das KI-Argument l&#228;uft in Quartalen, es ist eine kurze, laute Episode, die jetzt ihren H&#246;hepunkt hat und verklingen wird, wenn der Restrukturierungszyklus seine Arbeit getan hat. Die Karrierel&#252;cke l&#228;uft in Jahren, sie hat im Fr&#252;hjahr 2022 mit der Zinswende begonnen, ein halbes Jahr vor ChatGPT, und sie ist heute am tiefsten. Der lange Umbau l&#228;uft in einem Jahrzehnt, und 2026 ist seine Kurve noch flach. Carlota Perez hat diese Form 2002 beschrieben: Jede technologische Revolution hat eine Installationsphase, die das Finanzkapital treibt, Blasen inklusive, und eine Ausbreitungsphase, in der die Gewinne erst ankommen, wenn Institutionen, Arbeitsweisen und F&#228;higkeiten sich angepasst haben. Der Jobkiller geh&#246;rt in die erste H&#228;lfte dieser Geschichte. Die Fragen, die entscheiden, wer gewinnt, geh&#246;ren in die zweite.</p><p>Deshalb schlie&#223;t der Report mit neun Prognosen f&#252;r 2027, jede mit der Messgr&#246;&#223;e, an der sie gepr&#252;ft wird, und deshalb werde ich sie im n&#228;chsten Jahr &#246;ffentlich benoten, meine eigenen und die datierten Vorhersagen der Anbieter, Marktforscher und Forscher. Eine davon lautet: Das KI-Argument kommt 2027 im deutschsprachigen Raum nicht an. Kein Unternehmen in Deutschland, &#214;sterreich oder der Schweiz mit mehr als 10.000 Besch&#228;ftigten wird einen Abbau von mehr als 1.000 Stellen in erster Linie mit k&#252;nstlicher Intelligenz begr&#252;nden, denn wo ein Abbau mit dem Betriebsrat verhandelt und in einem Sozialplan bepreist werden muss, ist die Technologie eine schlechte Begr&#252;ndung. Sie l&#228;dt zu der Frage ein, welche Aufgabe die Maschine denn tats&#228;chlich &#252;bernommen hat.</p><p>Die Entscheidung, die das den Eigent&#252;mern und Aufsichtsr&#228;ten in die Hand legt, lautet nicht, ob sie die Technologie kaufen. Das haben fast alle schon getan. Sie lautet, ob die Organisation um sie herum neu gebaut wird, angefangen bei den Menschen, die sie lernen sollen, und zwar in dem Tempo, in dem die Anbieter bereits liefern. Wer abwartet, wird in ein paar Jahren feststellen, dass der Umbau l&#228;ngst im Gang war, in anderen Unternehmen, und er es nicht kommen sah.</p><p>Der Report hat 121 Seiten und 141 gepr&#252;fte Quellen, er ist eigenfinanziert, an keinen Anbieter gebunden und steht kostenlos auf workafterai.org.</p><p><a href="https://www.gerhardkuerner.com/downloads/Work-After-AI_2026_DE.pdf">Report herunterladen: Work After AI 2026, Fassung 1.2, PDF, 121 Seiten</a></p><p>Diese Ausgabe ist am 16. September 2026 als Fassung 1.0 erschienen, am 18. September folgte die Fassung 1.1: Sie stellt den Gender Gap bei generativer KI auf die Eurostat-Statistik 2025 um, nach der M&#228;nner in Deutschland die Werkzeuge im Beruf um 29 Prozent h&#228;ufiger nutzen als Frauen, w&#228;hrend bei den 16- bis 24-J&#228;hrigen die Frauen vorn liegen, und sie erg&#228;nzt dazu eine neunte Prognose. Seit dem 24. September liegt die Fassung 1.2 vor, mit sechs weiteren Quellen, darunter die erste deutsche Zeitreihe zum Einstiegsstellenmarkt vom Indeed Hiring Lab, und ohne die Einsch&#228;tzungen aus meinen Arbeitsgespr&#228;chen, weil sich diese von au&#223;en nicht pr&#252;fen lassen. Der Report l&#228;uft auf drei Ebenen. Die Ausgabe erscheint jedes Jahr im Herbst und benotet die Prognosen des Vorjahres. Innerhalb der Ausgabe folgen Fassungen im Abstand von etwa einem Quartal, jede mit Datum, Versionsnummer und eigener dauerhafter Kennung (DOI), damit jedes Zitat auf einem festen Stand steht; f&#252;r 2026 sind das noch die Fassung 1.3 Anfang November und die Abschlussfassung 1.4 zum 31. Dezember. Zwischen den Fassungen erscheinen hier Analysen, die jeweils sagen, welchen Kernbefund sie best&#228;tigen oder verschieben. Jede &#196;nderung steht mit Datum im Versionsverlauf, und ich erkl&#228;re sie hier.</p><p>Seit der Fassung 1.2 erscheint der Report au&#223;erdem in der Form, in der Sprachmodelle und Agenten ihn lesen: als Textfassung mit einer festen Kennung je Kernbefund, Prognose und Quelle, als Datendateien und als Skill-Paket, das sich in Claude, ChatGPT oder Copilot laden l&#228;sst, damit der Assistent mit dem Report arbeitet, statt ihn nur zusammenzufassen; was es gibt und wie man es l&#228;dt, steht auf der Seite <a href="https://www.workafterai.org/p/der-report-fur-maschinen">Der Report f&#252;r Maschinen</a>. Wer den Report zitiert, ob Mensch oder Maschine, nennt Fassung, Kennung und DOI. Ein Report &#252;ber eine Entwicklung, die in Jahren l&#228;uft, sollte nicht einmal im Jahr erscheinen und danach zw&#246;lf Monate unver&#228;ndert bleiben.</p><p><em>Gerhard K&#252;rner ist Autor von Work After AI, CEO von 506.ai und Co-Founder von Choose European.</em></p>]]></content:encoded></item></channel></rss>