Europas Krise bei der Nachfrage nach Technologie
Warum wir lokal kaufen müssen und nicht nur darüber reden dürfen
Auf dem jüngsten Sifted Summit wurde eine bittere Realität offenbart. Während Europa seine Herausforderungen in Bezug auf das Angebot an Start-ups und Startkapital bewältigt hat, scheitert es nach wie vor kläglich daran, Nachfrage nach seinen eigenen technologischen Innovationen zu generieren.
Während wir endlose Runde Tische organisieren, Start-up-Programme ins Leben rufen und PR-Hype erzeugen, sind unsere einheimischen Unternehmen gezwungen, sich für Kunden nach den USA und Asien umzusehen.
Das Ergebnis? Die Hälfte der britischen Start-ups, die US-Risikokapital aufgenommen haben, hat das Land in den letzten zehn Jahren verlassen. Wie Alex Depledge es ausdrückte, finanzieren wir buchstäblich „amerikanische Forschung und Entwicklung”.
Die Lösung sind nicht mehr Konferenzen – es ist die Beschaffung.
Die USA haben das verstanden. Das Pentagon und Fortune-500-Unternehmen kaufen aktiv Produkte und Dienstleistungen von amerikanischen Start-ups und schaffen so eine Binnennachfrage, die Innovationen im eigenen Land fördert. Unterdessen bleiben europäische Regierungen und Unternehmen schlechte Kunden für lokale Technologieunternehmen.
Genau aus diesem Grund unterstütze ich die Initiative „Endre Dingsør Jr Choose European”. Es muss eine systematische Veränderung in der Art und Weise geben, wie europäische Institutionen und Unternehmen an die Beschaffung herangehen. Anstatt standardmäßig auf bewährte US-Lösungen zurückzugreifen, müssen wir aktiv nach europäischen Alternativen suchen und diese unterstützen.
Auf dem Gipfel war Eric Schmidt brutal ehrlich: „Europa wird in den großen Schlachten nicht mitspielen.” Aber er irrt sich – wenn wir anfangen, das zu kaufen, was wir herstellen, kann Europa konkurrieren. Europa ist führend in den Bereichen Fusion, Quantentechnologie, Photonik und saubere Batterien.
Wir haben das Talent und die Technologie. Was uns fehlt, ist der Mut, uns durch unsere Kaufentscheidungen selbst zu unterstützen.
Die Zeit des Redens ist vorbei. Es ist Zeit, europäische Produkte zu kaufen.




Jetzt bin ich nochmals da. Gestern hatte ich einen längeren Talk auch darüber. Leider krankt es bei uns auch an anderen Kleinigkeiten. Sogar die Tec-Player, denen es richtig gut geht und von DACH aus weltweit eine Rolle spielen, gehen fahrlässig mit der Implementation um. Pfeif drauf - die Apps werden es schon richten. Als Spezialist für Behavior Management tut mir das sehr weh.
Noch dazu werden ganze Abteilungen mit Zukunftsagenden einfach ausradiert.
Das Finanzergebnis stimmt und damit muss alles richtig sein. Oder?
Die Rechnung von heute wird erst in ein paar Jahren präsentiert. Schade und traurig bei solchen Ausgangsbedingungen.
Sehr hilfreiche Perspektive und Offenheit.